Kongresse

ZiMMT/ÄMM-Kongress Berlin 2016 - Nachlese

Vom 03.03. bis 05.03.2016 trafen sich ausgewiesene Spezialisten verschiedener Fachgebiete rund um die Kindesentwicklung in Berlin. Die Organisatoren des jährlich stattfindenden Kongresses Dr. Holger Spittank und Dr. Michael Ammermann - beiden Kollegen herzlichen Dank für die akribische Vorbereitung - präsentierten Seminare und Vorträge rund um die Themen Manuelle Medizin und Kindesentwicklung. Mehr als 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verfolgten die Beiträge und brachten sich im Rahmen von Seminaren auch aktiv ein.

Als Ehrengäste konnten wir Henk Mohr (Niederlande) und Uli Göhmann begrüßen, beide erhielten die Ehrenurkunde des Zirkels für Manuelle Medizin und Entwicklungstherapie - danke für die jahrzehntelange Arbeit!

 

ZiMMT/ÄMM-Kongress 2017 - Vorankündigung - "Manualmedizin - zwischen Erfahrung und Wissenschaft"

Unser nächster Kongress findet vom 16.03. bis 18.03.2017 erneut in Berlin statt. Wir haben uns wieder allerhand einfallen lassen, um die Fragen der Zeit zu beleuchten ...

Das Programm ist bald "in Brief und Tüten" und wird dann hier veröffentlicht.

 

Herzlich willkommen in Berlin 2017!

Ankündigung Kongress 2017 ZiMMT & ÄMM:

Manualmedizin - zwischen Erfahrung und Wissenschaft

Wann: vom 16.03. bis 18.03.2017
Wo: Henry-Ford-Bau Berlin

nähere Infos: http://www.manmed.info - Kongresse | Infos und Anmeldung unter www.meger-consulting.de oder www.zimmt.eu


Nachlese Dortmunder Dialog 2014

Der schiefe Säugling - KiSS?   -    Osteopathie oder Manuelle Medizin?

Am 22.02.2014 fand der erste Dortmunder Dialog statt. Knapp 50 ÄrztInnen und TherapeutInnen der verschiedensten Fachbereiche sorgten für ein volles Haus. Zu Beginn entführte Robby Sacher die Anwesenden in die verschiedenen Bereiche der frühkindlichen Entwicklung mit ihren unterschiedlichen Facetten. Im Anschluss erläuterte Holger Spittank das sogenannte "Konsensus-Papier", in dem Osteopathen und Manualmediziner der verschiedenen Richtungen Empfehlungen bei der Diagnostik und Behandlung von Säuglingen formuliert hatten. Dieses Papier wurde auch durch die Deutsche Gesellschaft für Manuelle Medizin (DGMM) übernommen. Mirjam und Robert Schleusener erläuterten unterstützt von Videos und Bildern nicht nur das Bindegwebe und seine Grenzflächen, sondern brachten den Zuhörern auch die osteopathische Philosophie näher. Die manualmedizinische/chirotherapeutische Sichtweise legte Marc Wuttke dar. Dass Manualmedizin vor allem auch eine Differentialdiagnostik ist, fand auch den uneingeschränkten Zuspruch der osteopathischen Kollegen. Im anschließenden Dialog bestand ausreichend Gelegenheit für Fragen und eine lebhafte Diskussion. Holger Spittank ermöglichte den Anwesenden einen Ausblick auf die älteren Kinder. Hier beschrieb er vor allem Wahrnehmungs- und Lage-/Raumauffälligkeiten. Die Problematiken wurden anhand spannender Videos sehr anschaulich vor Augen geführt. Abgerundet wurde der Tag durch die Vorstellung interessanter Fälle aus der manualmedizinischen Sprechstunde.

Alles in allem war die Premiere gelungen. Wir möchten uns noch einmal sehr herzlich bei allen Teilnehmern und vor allem auch bei Mirjam und Robert Schleusener bedanken. Aus den Reihen der Anwesenden wurde der Wunsch nach einer Fortsetzung geäußert. Wir werden an dieser Stelle rechtzeitig darüber informieren.


87. JHV der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie e.V. im Mai 2016 in Düsseldorf

Im Rahmen der Sondersitzung der Arbeitsgruppe manuelle Medizin in der HNO-Heilkunde unter Leitung von Prof. Dr. C. Arens (Magdeburg), Priv.-Doz. Dr. M. Hölzl (Traunstein) trug Dr. Wuttke zu dem Thema „Manualmedizinische Aspekte kindlicher Krankheitsbilder in der HNO“ vor.

In seinem Kurzvortrag beschrieb er das komplizierte Zusammenspiel der sensorischen Regulation, die vor allen Dingen einer altersgerechten Lage-/Raum-Wahr-nehmung dienen. Störungen in den erwähnten Bereichen führen häufig zu motorischen Entwicklungsstörungen aufgrund von Vermeidungsstrategien. Diese resultierten meist aus nicht adäquaten Antworten auf Lage-/Raum-und schnelle Bewegungsänderungen im Alltäglichen. Eine zielgerichtete Diagnostik beziehe sich hier vor allen Dingen auf die Diagnostik von Störungen im Bereich des visuellen und des auditiv/vestibulären Systems und vor allem in der Propriozetion. Interdisziplinäre Zusammenarbeit sei hier genauso von Nöten wie das Wissen um entsprechende Diagnostik und Therapien. Die manualmedi-zinische Therapieoption zielt in erste Linie auf Behandlungen von Störungen im Bewegungsapparat, vor allen Dingen gerade im Bereich der Kopfgelenke und des Beckenringes ab. Dr. Wuttke demonstrierte in seinem Vortrag entsprechende Beispiele anhand von Bild- und Video-material. In der anschließenden Diskussion wurde von den Zuhörern die Wichtigkeit von weiterer interdisziplinärer Zusammenarbeit unterstrichen.

Im Rahmen der Arbeitsgruppensitzung wurde Prof. Dr. Hülse für seine langjährigen Verdienste auf dem Gebiet der manuellen Medizin mit dem erstmals verliehenen „Atlas-Award“ ausgezeichnet.


29. Kongress des IVBS am 07./08.05.2016 in Lahnstein

Am 08.5.2016 nahm Dr. Wuttke am IVBS-Kongress in Lahnstein teilt. Der internationale Verband für binokulares Sehen ist ein Zusammenschluss von Optometristen, die sich mit der Diagnostik und Therapie von funktionellen Störungen des Sehapparates beschäftigen.

Die binokulare Sehfähigkeit ist vor allen Dingen im Schulbereich beim Leseerwerb und in der Rechtschreibung wichtig. Viele Kinder, so führte Dr. Wuttke in seinem Vortrag aus, litten hier vor allen Dingen unter Kopfschmerzproblematiken und sogenannten Konzentrationsstörungen. Wichtig sei hier die verbesserte Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Fachrichtungen. Dr. Wuttke legte die Zusammenhänge zwischen Funktionsstörungen der Halswirbelsäule und auffälligen Augenbewegungen dar; dies zeigte er anhand von Fallberichten die er anhand von Schriftproben und Untersuchungs-befunden demonstrierte. Im Weiteren legte er die komplizierte Zusammenarbeit der verschiedenen Sinnesorgane dar. Die Diagnostik von Kindern, die in der manualmedizinischen Sprechstunde mit Konzentrationsauffälligkeiten, Lese-/ Rechtschreibschwäche oder Kopfschmerzen etc. vorgestellt werden, sei in erster Linie eine Wahrnehmungsdiagnostik.

Kopfgelenksstörungen hätten durchaus direkte Auswirkungen auf die Augenmotilität, was er auch anhand eines Beispielvideos dokumentierte. Nach manualmedizinischer Intervention ist häufig eine ergänzende augenärztliche und auch funktionell optometrische Untersuchung sehr sinnvoll. Eine optometrische Therapie ziele, nach ausführlicher Diagnostik, auf die Einleitung eines Visualtrainings und/oder gelegentlich auf die Verordnung einer Prismenbrille ab.

In der anschließenden Diskussion wurde auch von Seiten des Plenums die häufig noch deutlich verbesserungswürdige Zusammenarbeit der verschiedenen Disziplinen, die sich mit der kindlichen Entwicklungsdiagnostik beschäftigen, bemängelt. Für die Zukunft sollte ein noch intensiverer Kontakt mit gegenseitigem Austausch und auch Weiterbildungen und Hospitationen genutzt werden, um für die betroffenen Kinder den mühsamen und langwierigen Diagnostikweg möglichst weiter abzukürzen.


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