Dr. Holger Spittank

Dr. Holger Spittank

Der Lebenslauf, üblicherweise steht er doch vor dem Entschluss zu Wechsel oder Neuanfang, kommt hier eigentlich reichlich spät. Diesmal war irgendwie alles anders. Der Entschluss zu einem Neuanfang folgte dem unbedingten Willen mich endlich wieder als Arzt sehen zu dürfen ...Aber nun von Anfang an:

Geboren bin ich 1970 – ein Kind des Potts und darüber sehr glücklich. Ehrlichkeit und Direktheit – das hatte ich dann wohl auch mit in der Wiege. Diese stand übrigens in Bochum. In Herne verbrachte ich meine Schulzeit, an die ich stets gerne zurückdenke. Für meine Lehrer war ich wohl nicht immer bequem. Im Anschluss an mein Abitur begann ich zunächst meinen Zivildienst. Glücklicherweise konnte ich eine der begehrten Ausbildungen im Rettungsdienst erhalten und auf der Feuer- und Rettungswache in Castrop-Rauxel meine Dienstzeit ableisten. Mit dem ersten Tag auf dem Notarztwagen war dann auch schnell klar, dass ich von meinem ursprünglichen Plan Zahnarzt zu werden, abweichen würde. Kurzum – aus mir sollte fortan ein Notfallmediziner werden. In Bochum nahm ich mein Studium auf und hätte es wohl bald aufgegeben, hätten mich nicht meine „Jobs“ in Rettungsdienst und auf der Intensivstation, an der Basis gehalten und mir stets gezeigt, wofür ich das alles mache. Zu dieser Zeit lernte ich übrigens meine Frau kennen ohne zu wissen, dass wir später einmal tatsächlich zueinander finden würden. Beruflich folgte der Wechsel in die klinische Studienphase nach Essen und im Rahmen einer Famulatur der erste Kontakt mit der Orthopädie. Ich hatte Feuer gefangen für die Gelenkchirurgie. Es folgten praktisches Jahr und ein unvergessliches Auslandstertial in Südafrika. Die unausweichliche „Erdung“, die ich dort erhielt hat mich sehr geprägt.

Es folgte die Zeit als Arzt im Praktikum und Assistenzarzt in der ENDO-Klinik Hamburg. Ich begann erste Zusatzweiterbildungen, unter anderem die Ausbildung in der manuellen Medizin und folgte meiner wunderbaren Frau, der einzigen Lehrerin die mich jemals im Griff hatte (und hat), nach Münster. Ich lernte das Leben auf dem platten Land zu schätzen. Es schloss sich eine allgemeinchirurgische Ausbildung im Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen und St. Franziskus-Hospital Münster an. Ein Blick über den Tellerrand des Gelenkchirurgen, der mir bei meiner späteren Anstellung, zunächst als Assistenzarzt und später als Oberarzt des St. Josef-Stiftes Sendenhorst, immer nützlich war. Neben der großen Gelenkchirurgie konnte ich hier die Kinder- und Säuglingssprechstunde orthopädisch betreuen und habe dort vieles über den besonderen Umgang mit dem „kleinen Patienten“ gelernt.

Wir heirateten und bald schon konnten wir uns über Nachwuchs freuen. Einen Lümmel, wie er im Buche steht und genau so, wie wir ihn immer haben wollten. Den größten Erfahrungsschatz über den Umgang mit Kindern habe ich wohl ihm zu verdanken – wen wundert’s. Auch meinen ersten Kontakt mit der Materie, die nun einen Großteil meines ärztlichen Handelns bestimmen wird, habe ich ihm zu verdanken und so hat der kleine Mann ohne es zu wissen meinen beruflichen Focus umgelenkt. Mittlerweile wurden wir auch noch mit einem wundervollen Mädchen beschenkt.

Neugierig nahm ich Kontakt mit Robby Sacher und Marc Wuttke auf, hospitierte und wollte eigentlich gleich nicht wieder gehen. Ein neues, spannendes und unendlich herausforderndes Arbeitsfeld tat sich auf.

Der Pott rief mich zurück, ein Entschluss wurde gefasst – hier ist der Lebenslauf dazu...   beruflich kurz und knackig: Promotion an der Westfälischen-Wilhelms-Universität (2005), Facharzt für Orthopädie (2007), Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie (2011)

Zusatzbezeichnungen Manuelle Medizin (2004), Sportmedizin (2003), Physikalische Therapie (2009), Akupunktur (2008) und Röntgendiagnostik fachgebunden (2011). Osteopathische Ausbildung (2001 bis 2005)

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