Praxis unterwegs

HiO-Kurs I in Dortmund

Der Auftakt zur neuen HiO-Kursreihe fand am 24./25.01.2020 in den Praxisräumen der Gemeinschaftspraxis Freistuhl 3 in Dortmund statt. Zwanzig manualmedizinisch tätige Teilnehmer wurden in wichtige Themen der manualmedizinischen Diagnostik und Therapie eingeführt. Neben Grundlagen in Anatomie, Embryologie und die biomechanischen Zusammenhänge standen vor allem die Radiologie und Grifftechniken im Vordergrund der zwei Tage. Röntgenbilder mit all ihren Besonderheiten wurden analysiert und interpretiert, mit klinischen Befundergebnissen korreliert und in ein therapeutisches Konzept gegossen. Als Referenten fungierten Mitglieder aus der ZiMMT-Arbeitsgruppe. Die Arbeitsgruppe führt die Tradition der EWMM (European Workgroup of Manual Medicine) fort, in der die Grundsteine für die Kursreihe u.a. von Biedermann, Koch und Maggi gelegt und über Jahre durchgeführt wurden.

Daneben ergaben sich auch viele Möglichkeiten des kollegialen Austausches und Gespräches. Der nächste Kurs findet am 27./28.03.2020 nach dem ZiMMT-Kongress in Berlin statt.

Vortrag Dr. Marc Wuttke am 22.01.2020 Zahnärztekammer Münster

Auf Einladung des Vorsitzenden der Arbeitsgruppe „Funktion“ Dr. Mentler stellte Marc Wuttke das manualmedizinische Konzept der HiO-Technik vor und beschrieb die Schnittpunkte mit der Zahnmedizin und Kieferorthopädie. Hier ging es vor allem um die Zusammenhänge des Kau-Kiefersystems mit dem übrigen Bewegungsapparat. Besondere Beachtung sollte hier vor allem den heranwachsenden Patienten gelten. Begleitende kieferorthopädische Behandlung und Fehlhaltungen sind hier unter besonderer Beachtung unter der Fragestellung gegenseitiger Beeinflussung. Weitere Aspekte waren die Kreuzbiss-Entwicklung im Milchgebiss und andere Dysgnathien sowie vor allem auch alle Schattierungen der CMD (cervico-mandibuläre Dysfunktion). So ergab sich eine muntere Diskussion der Teilnehmer. Vom Fazit her waren sich alle Teilnehmer einig, dass die Zusammenarbeit weiter intensiviert und gefördert werden soll.

 

Kinderärzte-Workshop 13. und 14. Dezember 2019 in München

Der Einladung von Dr. Hans-Joachim Kirlum zu einem Workshop folgten in den Praxis-Räumen der Kinderchirurgie in der Au 25 Kinderärzte und interessierte Therapeuten. Neben Dr. Robby Sacher und Dr. Marc Wuttke ergänzten Dr. Ulrich Göhmann aus Hannover und Dr. Udo Sattler aus Erlangen, die ebenfalls in der ZiMMT-Gruppe engagiert sind, das Referenten-Team.

Inhaltlich wurden manualmedizinische Themen inklusive Vorträge zu Neurologie und zu KiSS und KiDD beackert. Praktische Tipps aus der Praxis für die Praxis u.a. zu Einlagen und Helmversorgung ergänzten den Stundenplan. Daneben wurden die Ergebnisse der mono- und multizentrischen Studien zum Erfolg einer manualmedizinischen Einmalbehandlung gegenüber einer Nicht-Behandlung vorgestellt. Diese wurden von den Zuhörern sehr interessiert zur Kenntnis genommen und diskutiert. Im „Hands-on“ sollten auch Untersuchungs- und Diagnostikübungen des Bewegungsapparates nicht zu kurz kommen.

Zufrieden gingen alle Beteiligten auseinander, weitere Kinderärzte-Workshops sollen 2020 u.a. in Hameln, Hamburg und Tübingen in bewährter Art und Weise folgen.

 

Meike Burghardt

 

 

Infant-Motor-Profile-Kurs in Münster

Am 21. Und 22. November 2019 fand in Münster unter der fachlichen Leitung von Frau Prof. Hadders-Algra von der Universität Groningen (Niederlande) ein Einführungskurs zu dem von ihr mitentwickelten Video gestützten Diagnostik- Programm statt, an dem die Dres. Sacher, Knüdeler und Wuttke teilnahmen. Aus der ZiMMT-Gruppe nahm auch Dr. Dirk Luthin aus Hameln teil.

Die dreißig Teilnehmer, die sich aus Therapeuten der verschiedensten Fachrichtungen zusammensetzten, konnten sich an Hand zahlreicher Videos und live vorgestellter kleiner Patienten über die Methode informieren und miteinander diskutieren.

Das Infant-Motor-Profile soll helfen, bei den Kindern in den verschiedenen Altern frühzeitig Hinweise darüber zu bekommen, ob beispielsweise eine Bedrohung durch eine Cerebral Parese oder andere Entwicklungsstörungen vorliegen kann. Die Methodik basiert ähnlich wie die Idee der General Movements auf den früheren Arbeiten der Arbeitsgruppe um Prechtl, Einspieler und Hadders-Algra.

 

Meike  Burghardt

 

 

Treffen ZiMMT-Arbeitsgruppe am 15./16.11.2019 in Hamburg

Auf Einladung von Dr. Lutz-Erik Koch fand in Hamburg das Jahres-Arbeitsgruppentreffen mit etwas mehr als 20 ZiMMT-Kolleginnen und Kollegen statt. In freundschaftlicher und entspannter Atmosphäre wurden die Aufgaben für das nächste Jahr besprochen. Im Januar beginnt die nächste HiO-Ausbildungs-Kursreihe, und im März findet der achte Kongress von ZiMMT und ÄMM mit der Charité in Berlin statt. Externe Fachvorträge aus der Anästhesie, Kinderheilkunde und Allgemeinmedizin ergänzten das Programm. Das nächste Treffen wird 2020 im Spreewald auf Einladung von Dr. Bodo Krocker stattfinden.

 

Meike Burghardt

 

 

Allpresan-Herbstakademie

Am 8. September 2019 referierte Dr. Marc Wuttke bereits zum zweiten Mal im Rahmen der Allpresan-Herbstakademie vor mehr als 400 Podolog*innen und anderen interessierten Fachrichtungen. In vier Seminaren berichtete er über den Fuß aus der Sicht des Manualmediziners unter dem Thema "Gehen und Stehen verstehen". Inhaltlich wurden embroyiologische und anatomisch-physiologischen Aspekte sowie die Rolle der Füße in de Lage-im-Raum-Wahrnehmung (Propriozeption) beleuchtet. Im Anschluss bestand für die Teilnehmer*innen noch die Möglichkeit, einen Fuß-Parcours mit verschiedenen "sensorischen Angeboten" auszuprobieren und die Greifmöglichkeiten und Geschicklichkeitn der Füße unter Beweis zu stellen. Eine Fragerunde rundete das Seminar ab.

 

Meike Burghardt

 

 

Ärzte- und Therapeuten-Workshop in Dortmund 30./31.August 2019

Im August 2019 fanden sich auf Einladung mehr als 30 Ärzte und Therapeuten zu einem zweitägigen Workshop in der Gemeinschaftspraxis Freistuhl ein. Verschiedenste Thematiken der Entwicklungsdiagnostik und Störungen von Motorik und Sensorik wurden in Fachvorträgen erläutert und in praktischer Gruppenarbeit vertieft. Neben Grundzügen der Neurologie und Embryologie standen u.a. die klinischen Problematiken von Kindern der verschiedenen Alter im Vordergrund. Die ersten Ergebnisse der sogenannten „Spreewald-Studie“, einer multizentrischen kontrollierten, doppelblinden und randomisierten Studie zur Nachweisbarkeit der manualmedizinischen Einmal-Behandlung bei Säuglingen mit persistierenden Fehlhaltungen wurden sehr interessiert zur Kenntnis genommen und diskutiert.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch interessante Gespräche und den Austausch der verschiedenen ärztlichen und medizinischen Fach-Therapeuten. Einhelliger Tenor bestand darin, solche Veranstaltungen mit diesem Konzept öfter anzubieten.

Termine werden wie gewohnt über die Akademie Ottenstein und über www.manmed.info veröffentlicht.

 

Meike Burghardt

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